Etappe 2

Brend (Furtwangen) – Hammereisenbach (Vöhrenbach)

Erst viel Aussicht, dann ursprüngliche Nadelwälder und Seeufer-Pfadwandern zum Abschluss. Es geht weitgehend bergab, mit wenigen, sanften Zwischenanstiegen.

 

Vom Brend führt die zweite Etappe auf den dicht bewaldeten Höhenzug zwischen Linachtal und Urachtal. In der mystisch stillen Landschaft macht sich meditative Waldleichtigkeit breit. Ein würziger Duft nach Harz und Moos und in den Baumwipfeln rauschender Wind fahren den Puls herunter.

Der 1131 Meter hohe Brend markiert den höchsten Punkt des WasserWeltenSteigs. Entsprechend großartig ist das Panorama vom Aussichtsturm. Über dem Dunst der Rhein- ebene erheben sich die Vogesen, über Feldberg, Schauinsland und Kandel leuchten an klaren Tagen die Alpen. 
Vom Brend wandert man am breiten Bergrücken bergab zur Ladstatt, über den Raben und weiter durch Wiesen und Weiden, an Wald-rändern entlang zur Neueck. Hier ist ein wichtiger Punkt an der Wasserscheide zwischen Wilder Gutach/Elz und der Breg, also zwischen Rhein und Donau.

Der Weg bleibt auf der Höhe, passiert den auf einer  Sonnenterrasse gelegenen Ferienort Neukirch und quert im weiteren Verlauf zweimal die B 500. Am Hohlen Bildstöckle knickt der WasserWeltenSteig aus seinem bisherigen Nord-Süd-Verlauf im rechten Winkel nach Osten ab. Von nun an wird es still und herrlich abgeschieden. Kaum ein Laut dringt bis auf den bewaldeten Höhenzug zwischen Michelshöhe (1104 m) und Adlerhöhe, zwischen Urachtal und Linachtal. Erholsames Waldwandern schärft für einmal die Sinne für die Kleinigkeiten am Weg: Ein an Tannenzapfen knabberndes Eichhörnchen, Pilze im Unterholz, ein rotleuchtender Vogelbeerstrauch vor dunkelgrünen Tannen. Fast zu früh zieht der Weg ins Tal hinab und erreicht auf schmalem Pfad die Linachtalsperre mit ihrer eigenwilligen, 25 Meter hohen und 143 Meter langen, denkmalgeschützten Gewölbereihenstaumauer. Zwischen 1922 bis 1925 zur Stromgewinnung erbaut, wurde 1969 der Kraftwerksbetrieb eingestellt und 1988 das Wasser abgelassen. Nach der Sanierung wird seit 2007 wieder aufgestaut und Strom erzeugt.

Zwei Kilometer weiter talauswärts passiert man an der Mündung des Linachtals ins Bregtal das in Jugendstil-Bauweise errichtete Kraftwerkshaus. Zum Ziel Hammer-eisenbach wäre es auf dem Rad- und Wanderweg entlang der Breg nicht mehr weit, doch zuvor legt der WasserWeltenSteig am Winterhof noch einen kleinen Abstecher zur Burgruine Neufürstenberg ein.

Tourenverlauf:
Brend – Neukirch – Hohles Bildstöckle – Michelshöhe –  Linachtalsperre – Hammereisenbach

Start:
Brend (oder Kolmenhof)

Ziel:
Hammereisenbach oder Vöhrenbach/Waldrast

Länge:
22,6 km

Sehenswürdigkeiten:
Aussicht vom Brend, Deutsches Uhrenmuseum in Furtwangen, Pfarrkirche St. Andreas in Neukirch, Linachtalsperre und Jugendstil-Kraftwerkshaus, Burgruine Neufürstenberg

ÖPNV-Anbindung:
Von Triberg: Bus 7270 / 7268 nach Schönwald, 1,5 h Fußweg zum Brend. Zeiten: www.efa-bw.de

Zurück zur Übersicht